Neue Stelen und restaurierte Kunstwerke in der Innenstadt
In Kevelaer wird das Stadtbild kontinuierlich weiterentwickelt und mit neuen Informations- und Erlebnisangeboten bereichert. Ziel ist es, Geschichte und Kultur im öffentlichen Raum noch besser sichtbar und zugänglich zu machen. Schritt für Schritt entstehen so neue Anlaufpunkte. „Uns ist wichtig, Stadtgeschichte nicht nur zu bewahren, sondern sie im Alltag der Menschen erlebbar zu machen“, betont Daniela Cox, Wirtschaftsförderin und Leiterin vom Kevelaer Marketing. „Der öffentliche Raum spielt dabei eine zentrale Rolle.“
Museumsgeschichte entdecken
Am Zugang zum Museum an der Annastraße setzen zwei neue Stelen aus Cortenstahl mit darauf verschraubten Glasplatten einen modernen Akzent und laden Interessierte zum Entdecken ein. Auf einer Stele finden sich allgemeine und nützliche Informationen zum „Niederrheinischen Museum Kevelaer“. Die zweite Stele widmet sich Frau Dr. Mechtild Scholten-Neess, der ersten weiblichen Leitung des Hauses. Ergänzt werden die Inhalte durch QR-Codes, die zu weiterführenden digitalen Informationen führen und einen tieferen Einblick in die Geschichte des Museums und seiner Persönlichkeiten ermöglichen.
Erinnerung an Peter Plümpe
Auch am umgestalteten Peter-Plümpe-Platz wurde ein neuer kultureller Impuls gesetzt. Direkt neben dem Bürger-Boulevard steht seit Kurzem eine Stele, die an den ehemaligen Bürgermeister Peter Plümpe erinnert und seine Bedeutung für die Stadt würdigt. Besonders lebendig wird die Erinnerung durch einen integrierten QR-Code. Über diesen kann der Ausschnitt einer Rede von Plümpe zur Eröffnung des Konzert- und Bühnenhauses angehört werden, das in diesem Jahr sein 60. Jubiläum feiert. So wird Stadtgeschichte nicht nur sichtbar, sondern auch hörbar und schafft eine unmittelbare, persönliche Verbindung zur Vergangenheit. „Gerade die Hörsequenz macht Geschichte emotional erfahrbar“, sagt Andrea Kirk, Bereichsleiterin Tourismus beim Kevelaer Marketing. „Solche Angebote laden dazu ein, sich intensiver mit der Entwicklung unserer Stadt auseinanderzusetzen“, ergänzt Annika Manthey, Mitarbeiterin vom Kevelaer Marketing.
Mathias Marx zurück im Blickfeld
Ein weiterer bedeutender Ort der Stadtgeschichte befindet sich vor dem Gebäude der Volksbank. Dort verweist die wieder aufgestellte Gedenkplatte auf Mathias Marx, der von 1901 bis 1923 das Amt des Bürgermeisters von Kevelaer innehatte und die Entwicklung der Stadt maßgeblich prägte. In seine Amtszeit fallen unter anderem der Bau des alten Rathauses sowie die Errichtung des Wasserturms, mit dem Kevelaer eine moderne Wasserversorgung erhielt. Darüber hinaus gilt Marx als Gründer der Geselligen Vereine. Die Skulptur wurde zuvor sorgfältig aufbereitet und restauriert, bevor sie ihren Platz im Stadtbild zurückerhalten hat. Somit bleibt ein bedeutendes Kunstwerk im öffentlichen Raum erhalten und rückt erneut in das Blickfeld von Bürgern und Gästen der Stadt.
Ein Stadtbild mit Geschichte und Zukunft
Die Restaurierung und der Aufbau aller Elemente erfolgten in enger Zusammenarbeit mit dem städtischen Betriebshof, der die Arbeiten vor Ort fachlich und organisatorisch ausgeführt hat. Die verschiedenen Maßnahmen machen deutlich, wie gezielte Ergänzungen im öffentlichen Raum Geschichte, Information und Kunst miteinander verbinden. Sie tragen dazu bei, das Stadtbild lebendig zu gestalten und sowohl Einheimischen als auch Gästen neue Zugänge zu kulturellen und historischen Themen zu eröffnen. „Die Projekte zeigen, wie moderne Stadtgestaltung und historische Identität sinnvoll miteinander verbunden werden können“, fasst Daniela Cox zusammen. „So entsteht ein Stadtbild, das Vergangenheit bewahrt und zugleich offen für neue Formen der Vermittlung von geschichtlichen Informationen ist.“


